Zum 1. Juli 1968

Die USA, die Sowjetunion und Großbritannien unterzeichnen den Atomwaffensperrvertrag (offiziell: Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, kurz: Non-Proliferation Treaty, NPT) oder Nuklearer Nichtverbreitungsvertrag (NVV).

Der von 189 Staaten unterzeichnete Atomwaffensperrvertrag, der zurecht als ein Meilenstein in der Geschichte des Kalten Krieges gilt, hat zum Ziel, alle Atomwaffen abzuschaffen. Er schreibt vor, (a) dass Länder, die im Jahr 1967 nicht über Atomwaffen verfügen, zustimmten, auch in Zukunft keine zu erlangen, und (b), dass Länder, die vor dem 1. Januar 1967 eine Atombombe gezündet hatten (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China), zustimmten, sich ihrer nach und nach komplett zu entledigen. Der Vertrag trat am 5. März 1970 in Kraft. Der zuerst für 25 Jahre abgeschlossene NPT wurde 1995 auf unbegrenzte Zeit verlängert, nachdem sich die Atommächte in den „13 Punkten“ zur Abrüstung verpflichtet hatten; nur deswegen haben die anderen dieser Entfristung zugestimmt. Die Atommächte kommen ihrer Verpflichtung jedoch nicht nach und zeigen auch weiterhin nicht die geringste Bereitschaft dazu.

Alle fünf Jahre findet eine Überprüfungskonferenz („NPT Review Conference“) statt (die zehnte dieser Konferenzen, die im Jahr 2020 stattfinden sollte, wurde corona-bedingt im August 2022 nachgeholt). 191 Staaten haben den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, darunter fünf Atommächte: USA, Russische Föderation, Frankreich, Großbritannien und China. Nordkorea verließ 2003 den Vertrag, der Status des Landes wird allerdings offen gehalten. Nur vier Länder sind nicht Mitglied im NVV: der Südsudan sowie mit Israel, Indien und Pakistan drei Länder, die im Besitz von Atomwaffen sind.


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